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				"article": "Abendgymnasium",
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						"text": "Nachdem die Volkshochschule DA seit M\u00e4rz 1955 Abendkurse zur Erlangung des Abiturs f\u00fcr Berufst\u00e4tige durchgef\u00fchrt hatte, gr\u00fcndete sich im Oktober 1957 der Verein Abendgymnasium e. V. Zweck des Vereins, dem neben dem Magistrat u.&nbsp;a. die Industrie- und Handelskammer und die Firma Merck angeh\u00f6rten, war \u201e... der Betrieb eines der staatlichen Schulaufsicht unterstehenden Abendgymnasiums als Ersatzschule zur Erlangung der staatlich anerkannten Reifepr\u00fcfung f\u00fcr Berufst\u00e4tige\u201c. Das damit neu gegr\u00fcndete Darmst\u00e4dter Abendgymnasium l\u00f6ste die bisher von der Volkshochschule angebotenen Abiturkurse ab. Diese Kurse waren eingerichtet worden, um Berufst\u00e4tigen, deren Bildungsgang durch Kriegsfolgen, Vertreibung und wirtschaftliche Not unterbrochen worden war, die M\u00f6glichkeit einer Qualifikation f\u00fcr ein berufliches Weiterkommen zu erm\u00f6glichen. 1958 legte der erste Sch\u00fclerjahrgang am Abendgymnasium DA die Abiturpr\u00fcfung ab mit dem Ziel, ein Studium aufzunehmen. Sein Entstehen und sein Wachsen verdankt das Abendgymnasium ma\u00dfgeblich Oberstudiendirektor Wilhelm Haas, der zun\u00e4chst die Volkshochschulkurse einrichtete, dann die Gr\u00fcndung des Vereins Abendgymnasium vorantrieb und auf dessen Initiative hin 1964 der Ring der Abendgymnasien der Bundesrepublik entstand.\r\nZun\u00e4chst als nicht immer gern gesehener Gast in verschiedenen Darmst\u00e4dter Schulen, hat das Abendgymnasium heute sein Geb\u00e4ude in der Martin-Buber-Stra\u00dfe. Als es 1995 sein 40-j\u00e4hriges Bestehen feierte, konnte es bereits auf mehr als 3.000&nbsp;Absolventen zur\u00fcckblicken. Motivation und auch das Profil der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Nicht mehr f\u00fcr alle Abiturienten hei\u00dft das Ziel Hochschulstudium. Viele nutzen das Abitur vielmehr als Erweiterung ihres geistigen Horizonts und zur Verbesserung ihrer Allgemeinbildung. Zahlreiche Ausl\u00e4nder und Aussiedler besuchen die Deutschkurse des Abendgymnasiums und legen anschlie\u00dfend das deutsche Abitur ab, weil die Pr\u00fcfungen ihres Heimatlands nicht anerkannt werden. Seit 2003 wird am Abendgymnasium eine Kinderbetreuung angeboten, die es auch M\u00fcttern und V\u00e4tern erm\u00f6glicht, einen Schulabschluss nachzuholen.",
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							{
								"name": "Kir\u00e1ly, Susanne",
								"info": "Dr., Historikerin"
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				"article": "Achteckiges Haus",
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				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=342",
				"content":
				[
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						"text": "Das Haus in der Mauerstra\u00dfe wurde 1620 von Landgraf Ludwig&nbsp;V. auf einem gro\u00dfz\u00fcgigen Gartengrundst\u00fcck vor dem J\u00e4gertor (Stadttore) angelegt und gelangte 1627 in den Besitz des Kanzlers Wolff von Todtenwarth. Die Todtenwarths behielten das Achteckige Haus \u00fcber ein Jahrhundert und lie\u00dfen es 1636 von dem Darmst\u00e4dter Baumeister Jakob M\u00fcller umbauen und in seine heutige achteckige Form versetzen. Seither erhebt sich \u00fcber dem quadratischen Keller, der vermutlich noch von dem \u00e4lteren Geb\u00e4ude stammt, ein zweigeschossiger, achteckiger Bau, dem ein quadratischer Treppenturm vorgelagert ist. Im Erdgeschoss befand sich ein gro\u00dfer Saal, im Obergeschoss waren ein Vorzimmer, die K\u00fcche und ein weiterer Saal untergebracht. Bekr\u00f6nt wurde das Geb\u00e4ude von einem Zeltdach, das sp\u00e4ter abgetragen wurde. 1760 erwarb Landgraf Ludwig&nbsp;VIII. das Achteckige Haus f\u00fcr seine M\u00e4tresse Helene Martini. Nach deren Tod 1803 ersteigerte Landgraf Ludwig&nbsp;X. (Ludewig&nbsp;I.) das Achteckige Haus mit Garten und legte hier das f\u00fcrstliche Holzmagazin, den \u201eAlten Holzhof\u201c an. 1854 gr\u00fcndeten neun junge Darmst\u00e4dter \u00c4rzte hier eine \u201eHeilanstalt f\u00fcr chirurgische und Augenkranke\u201c, die dem Haus den Namen \u201eMauerspit\u00e4lchen\u201c gab. W\u00e4hrend der Kriege der Jahre 1866 und 1870\/71 veranlasste Prinzessin Alice, dass im Garten eine Baracke als Notlazarett f\u00fcr die Verwundeten aufgestellt wurde. Nach Kriegsende \u00fcbernahm der Alice-Frauenverein die Klinik und baute sie durch Anbau eines Neubaus an das Achteckige Haus zum Hospital mit eigener Pflegerinnenschule aus, die im Oktober 1873 er\u00f6ffnet wurde. Als das Hospital nach wenigen Jahren erneut zu eng wurde, konnte 1883 ein gr\u00f6\u00dferer Neubau an der Dieburger Stra\u00dfe bezogen werden (Alice-Hospital). Im Mauerspit\u00e4lchen und dem Achteckigen Haus er\u00f6ffnete die Familie Becker 1884 eine Badeanstalt. Sp\u00e4ter diente das Haus als Betsaal der Baptisten, danach als Wohnung. Nach Kriegssch\u00e4den und jahrelangem Leerstand wurde das Geb\u00e4ude 1976-1987 saniert und das urspr\u00fcngliche Zeltdach rekonstruiert. Dabei wurden dekorative Ausschm\u00fcckungen mit Fresken des 17.&nbsp;Jahrhunderts freigelegt. Seit 1992 befindet sich der Jazzklub im Keller (Jazz in DA), Erdgeschoss und Obergeschoss werden seit 1998 vom Konzertchor Darmstadt (Gesangvereine) genutzt.\r\nLit.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkm\u00e4ler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt \u2013 Denkmalschutzbeh\u00f6rde \u2013 Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 253; Bethke, Martin: Landgraf Ludwig und seine Favoritin. In: Hessische Heimat 1973, S. 73-76.",
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						"authors":
						[
							{
								"name": "Sauer, Mona",
								"info": "Architektin"
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			{
				"article": "Ackermann, Heinz",
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				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=278",
				"content":
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						"text": "Biologe * 19.07.1921 Raunheim \u2020 26.06.1986 Darmstadt Heinz Ackermann lebte seit fr\u00fchester Jugend in DA. Nach Schulbesuch, Abitur an der Liebigs-Oberrealschule 1939 und vier Jahren Kriegsdienst begann er in englischer Kriegsgefangenschaft ein Studium der Biologie und setzte es nach der Entlassung 1948 an der TH Darmstadt fort. 1952 promovierte er mit einer Arbeit \u00fcber \u201eDie Vegetationsverh\u00e4ltnisse im Flugsandgebiet der n\u00f6rdlichen Bergstra\u00dfe\u201c. Bereits 1948 hatte Ackermann unter schwierigen Bedingungen die Naturschutzstelle DA ins Leben gerufen, aus der 1955 das Institut f\u00fcr Naturschutz hervorging. Es war die erste derartige Einrichtung in Deutschland. Diesem angegliedert waren das B\u00fcro f\u00fcr Unterrichtshilfen mit der Stadt- und Kreisbildstelle und das 1956 von Ackermann ins Leben gerufene Schulvivarium (Vivarium). Auch die Wiedererrichtung des Eberst\u00e4dter Naturpfads und die Darmst\u00e4dter Exkursionen sind wesentlich seiner Initiative zu verdanken. 1973 wurde er zum ersten st\u00e4dtischen Umweltschutzbeauftragten ernannt. Zu seinen Aufgaben geh\u00f6rten neben der Luft\u00fcberwachung die \u00dcberwachung der Darmst\u00e4dter Gew\u00e4sser inklusive der Badegew\u00e4sser und die Kontrolle der Industrieabw\u00e4sser. Seit 1963 fanden Umwelt\u00fcberwachungen mit regelm\u00e4\u00dfiger Kontrolle der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser DAs statt. Bereits ab 1954 war Ackermann f\u00fcr fast vier Jahrzehnte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Naturwissenschaftlichen Vereins und 1961 einer der Gr\u00fcnder und ebenfalls langj\u00e4hriger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u201eKaupiana\u201c, des F\u00f6rdervereins des Vivariums. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen zeugen von seiner gro\u00dfen Kenntnis der Vegetation und des Klimas in DA, im Odenwald und an der Bergstra\u00dfe. Sie erschienen zum Teil in der von ihm selbst 1952 begr\u00fcndeten Schriftenreihe des Instituts f\u00fcr Naturschutz. Im Ruhestand wurde ihm die Silberne Ehrenplakette des Umweltministers verliehen. Ackermann starb kurz vor der Vollendung seines 65. Lebensjahrs und wurde auf dem Alten Friedhof in DA beigesetzt. Eine Bronzeb\u00fcste (1989) am Eingang des Vivariums und das 1991 nach ihm benannte Dr. Heinz-Ackermann-Haus (Zooschule) erinnern an sein Wirken. Lit.: H\u00f6llwarth, Michael \/ Heintze, Gottfried: In Memoriam Dr. Heinz Ackermann, Natur und Landschaft, 62. Jahrgang (1987), Heft 3, S. 119f. ",
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						[
						],
						"authors":
						[
							{
								"name": "Becker, Thomas",
								"info": "Dr., Amt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Verbraucherschutz, Stadt Darmstadt"
							},
							{
								"name": "Engels, Peter",
								"info": "Dr., Leiter Stadtarchiv Darmstadt"
							}
						],
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			{
				"article": "Adelung, Bernhard",
				"latitude": 49.8702161,
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				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=340",
				"content":
				[
					{
						"text": "Politiker, Staatspr\u00e4sident* 30.11.1876 Bremen\u2020 24.02.1943 DarmstadtDie Kinderjahre verbrachte Bernhard Adelung bei den b\u00e4uerlichen Eltern der Mutter in der Heide, die Volksschulzeit in Bremen, wo der Vater am G\u00fcterbahnhof arbeitete. Schon in den letzten Schuljahren nebenbei Laufbursche bei einem Herrengesch\u00e4ft, absolvierte Adelung eine vierj\u00e4hrige Schriftsetzerlehre, der 1896\/97 ein in den Erinnerungen lebhaft geschildertes Wanderjahr durch Deutschland, die Schweiz, Norditalien und \u00d6sterreich folgte. Auf dem R\u00fcckweg blieb er als Buchdrucker-Geselle in Mainz, wo er alsbald im Gewerkschaftskartell wie in der SPD aktiv wurde. 1902 Mitredakteur der \u201eMainzer Volkszeitung\u201c, heiratete er nach einer kurzen Haftstrafe wegen \u201eMajest\u00e4tsbeleidigung\u201c im November 1903 die Tochter eines Mainzer Schifffahrts-Direktors und wurde wenige Tage sp\u00e4ter zum Landtagsabgeordneten, im Folgejahr zus\u00e4tzlich zum Mainzer Stadtverordneten gew\u00e4hlt. Im Ersten Weltkrieg war er aus Gesundheitsgr\u00fcnden nur kurzzeitig Soldat, \u00fcbernahm aber am 09.11.1918 den Vorsitz im Mainzer Arbeiter- und Soldatenrat. Unter Verzicht auf das ihm angetragene Ministeramt in DA wurde er B\u00fcrgermeister-Beigeordneter in Mainz, das ab Dezember zum franz\u00f6sisch besetzten Gebiet geh\u00f6rte. Seit Februar 1919 zugleich Pr\u00e4sident der neu gew\u00e4hlten Volkskammer des k\u00fcnftigen Volksstaats Hessen, wurde er erstmals im Juni 1919, dann erneut 1923 aus Mainz ausgewiesen, konnte sein dortiges Amt aber letztlich weiterf\u00fchren, bis er 1928 als Nachfolger Carl Ulrichs als Staatspr\u00e4sident und Kulturminister der Hessischen Landesregierung endg\u00fcltig nach DA wechselte. Mit Unterst\u00fctzung des gleichzeitig zum Innenminister bestellten Parteifreunds Wilhelm Leuschner amtierte Adelung auch nach dem Verlust der parlamentarischen Mehrheit mit dem NSDAP-Wahlsieg im November 1931 \u201egesch\u00e4ftsf\u00fchrend\u201c bis zur in Hessen verz\u00f6gerten \u201eMachtergreifung\u201c der Nationalsozialisten im Gefolge der Reichstagswahl vom 05.03.1933. In DA wurde 1945 die Adelungstra\u00dfe nach ihm benannt.\r\nLit.: Neue Deutsche Biographie. Hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 1, S. 65; Friedrich, Karl (Bearb.): Bernhard Adelung, Sein und Werden. Vom Buchdrucker in Bremen zum Staatspr\u00e4sidenten in Hessen, Offenbach 1952.",
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						[
							{
								"href": "https:\/\/www.darmstadt-tourismus.de\/fileadmin\/_processed_\/3\/9\/csm_Adelung_8f93ac51c2.png"
							}
						],
						"authors":
						[
							{
								"name": "Franz, Eckhart G. \u2020",
								"info": "Prof. Dr., Gro\u00dfherzogliches Familienarchiv"
							}
						],
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				]
			},
			{
				"article": "AGAPLESION ELISABETHENSTIFT",
				"latitude": 49.8737789,
				"longitude": 8.6662763,
				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=2282",
				"content":
				[
					{
						"text": "Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT EVANGELISCHES KRANKENHAUS ist heute mit seinen \u00fcber 400 Betten das zweitgr\u00f6\u00dfte Krankenhaus Darmstadts. Zum medizinischen Leistungsspektrum geh\u00f6ren Kliniken f\u00fcr Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Orthop\u00e4die, Unfallchirurgie und Sportmedizin, Geriatrische Medizin und Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Zudem stehen f\u00fcr die medizinische Versorgung das Zentrum f\u00fcr An\u00e4sthesie, OP und Schmerztherapie, die Interdisziplin\u00e4re Intensivstation, das Magen-Darm-Zentrum, das Darmzentrum, das Schilddr\u00fcsenzentrum, das Pneumologische Zentrum, das Zentrum f\u00fcr Hospiz- und Palliativversorgung, die Abteilung f\u00fcr Radiologie, das Schlaflabor und die Interdisziplin\u00e4re Notaufnahme zur Verf\u00fcgung.\r\nDie Wurzeln des AGAPLESION ELISABETHENSTIFT liegen im 1858 gegr\u00fcndeten Diakonissenhaus Elisabethenstift. Ab 1995 wurde das Krankenhaus als gemeinn\u00fctzige GmbH gef\u00fchrt, Gesellschafter sind seither die Stiftung Elisabethenstift (Elisabethenstift \u2013 Stiftung) und das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt. \r\n1998 wurde die neue Klinik f\u00fcr Geriatrie mit Tagesklinik und das Altenpflegeheim \u201eWOHNEN &amp; PFLEGEN\u201c in der Erbacher Stra\u00dfe\/Ecke Beckstra\u00dfe im damals neuerbauten Luise-Kar\u00adte-Haus untergebracht (Alten- und Seniorenheime). 2002 wurde das Elisabethenstift Mitbegr\u00fcnder der AGAPLESION gAG \u2013 einem Verbund aus diakonischen Krankenh\u00e4usern und Seniorenpflegeheimen. Die AGAPLESION gAG wurde mit 60 Prozent Mehrheitsgesellschafter des fortan unter dem Namen AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gef\u00fchrten Hauses. Die Stiftung Elisabethenstift und das Evangelische Dekanat blieben mit jeweils 20 Prozent ebenfalls Gesellschafter. Im gleichen Jahr wurde mit der Aufstockung des 1979 erbauten Hauptgeb\u00e4udes auf der Landgraf-Georg-Stra\u00dfe um zwei Etagen begonnen.&nbsp; \r\n2011 wurde das SENIORENZENTRUM MATHILDENH\u00d6HE eingeweiht, f\u00fcr dessen Neubau das einstige Mutterhaus wich. Zum Neubau geh\u00f6ren auch das ELISABETHEN-HOSPIZ sowie die SENIORENRESIDENZ. 2014 gr\u00fcndete das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT im Verbund mit dem Alice-Hospital sowie diversen kardiologischen Praxen die \u201eKardiologie Mathildenh\u00f6he\u201c, das dazugeh\u00f6rige Herzkatheterlabor befindet sich im Evangelischen Krankenhaus an der Landgraf-Georg-Stra\u00dfe. Geriatrie und Altenhilfe r\u00e4umten 2014 das Luise-Karte-Haus, das nach aufwendigen Sanierungs- und Bauma\u00dfnahmen nach 35 Jahren Stationen und Tageskliniken der Klinik f\u00fcr Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, die bis dahin auf dem Klinikgel\u00e4nde verstreut waren, unter einem Dach vereint.\r\nEnde 2014 wurde der an das historische Feierabendhaus angegliederte Ostfl\u00fcgel abgerissen, an gleicher Stelle entsteht bis 2017 der zweite Bauabschnitt des SENIORENZENTRUMS MATHILDENH\u00d6HE. Zum AGAPLESION ELISABETHENSTIFT geh\u00f6rt bis heute das historische \u00c4rztehaus, erbaut 1930, in dem neben Arztpraxen von Niedergelassenen auch das MEDIZINISCHE VERSORGUNGSZENTRUM untergebracht ist.",
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						[
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								"href": "https:\/\/www.darmstadt-tourismus.de\/fileadmin\/_migrated\/pics\/AGAPLESION02_01.jpg"
							}
						],
						"authors":
						[
							{
								"name": "Kern, Corinna",
								"info": "AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gemeinn\u00fctzige GmbH"
							}
						],
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				]
			},
			{
				"article": "Akademie f\u00fcr Tonkunst",
				"latitude": 49.8504338,
				"longitude": 8.6545793,
				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=358",
				"content":
				[
					{
						"text": "1851 gr\u00fcndete Philipp Carl Schmitt (1826-1909), Violinenspieler an der gro\u00dfherzoglichen Hofkapelle, eine Schule f\u00fcr Klavierspiel. Den Unterricht erteilte der Gr\u00fcnder selbst, bis 1857 unterst\u00fctzt von seiner Mutter Henriette, einer Pianistin. Schmitt f\u00fchrte ein damals neues Unterrichtskonzept ein, das die Einf\u00fchrung von Gemeinschaftsunterricht, Ensemblespiel und Vomblattspiel vorsah. Gr\u00f6\u00dfere symphonische Werke wurden, achth\u00e4ndig f\u00fcr Piano gesetzt, mit mehreren vierh\u00e4ndig gespielten Klavieren aufgef\u00fchrt. Seit 1858 gaben \u00f6ffentliche Konzerte den Sch\u00fclern Gelegenheit, sich ohne Pr\u00fcfungsdruck im \u00f6ffentlichen Vortrag zu \u00fcben. Aufgrund steigender Sch\u00fclerzahlen zog die Schule mehrmals um, vom ersten Domizil in der m\u00fctterlichen Wohnung in der Sch\u00fctzenstra\u00dfe in die Karlstra\u00dfe, 1857 in die Elisabethenstra\u00dfe, 1862 in die Grafenstra\u00dfe, hier schon unter der neu gew\u00e4hlten Bezeichnung \u201ePhilipp Schmitt\u2019sche Musikschule\u201c. Die Sch\u00fclerzahlen steigerten sich von 16 im Gr\u00fcndungsjahr auf 160 im Jahr 1869. Dies bewog den Direktor, in der Elisabethenstra\u00dfe, Ecke Zimmerstra\u00dfe ein Haus zu kaufen, in dem das Institut sein endg\u00fcltiges Domizil fand. 1878 nannte Schmitt seine Gr\u00fcndung in \u201ePhilipp Schmitt\u2019sche Academie f\u00fcr Tonkunst\u201c um. Damit leitete er gleichzeitig eine Reform der Anstalt ein, indem er sie in die beiden Abteilungen \u201eKunstschule\u201c f\u00fcr Berufsmusiker und \u201eDilettantenschule\u201c f\u00fcr die Laienbildung gliederte, was prinzipiell bis heute Bestand hat. 1906 hatte die Akademie so viele Sch\u00fcler, dass an der Stelle des alten Geb\u00e4udes ein um ein Stockwerk erh\u00f6hter Neubau der Architekten Georg Scherer und Georg Fink entstand.\r\nAls der Akademiegr\u00fcnder am 15.11.1909 starb, \u00fcbernahmen sein Sohn Wilhelm Schmitt (1880-1944) und sein Schwiegersohn, der Pianist Willy Hutter (1875-1960) die Leitung. Nach dem Ersten Weltkrieg brachten der R\u00fcckgang der Sch\u00fclerzahlen und die Inflation die Akademie in ernste Schwierigkeiten.",
						"images":
						[
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								"href": "https:\/\/www.darmstadt-tourismus.de\/fileadmin\/_processed_\/2\/7\/csm_AkademieFuerTonkunst01_eae55bcfe2.png"
							}
						],
						"authors":
						[
							{
								"name": "Engels, Peter",
								"info": "Dr., Leiter Stadtarchiv Darmstadt"
							}
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					},
					{
						"text": "Die Stadt DA \u00fcbernahm die drei Konservatorien von Schmitt, Wilhelm S\u00fc\u00df (1861-1942, Wallenstein) und Martin Vogel zum 01.10.1931 in st\u00e4dtische Tr\u00e4gerschaft. Direktoren der jetzt st\u00e4dtischen Akademie f\u00fcr Tonkunst blieben Wilhelm Schmitt und Willy Hutter. Die Sch\u00fclerzahl stieg wieder von 250 bei \u00dcbernahme der Vorg\u00e4ngerinstitute auf etwa 900 im Jahr 1925, die Zahl der Lehrkr\u00e4fte im gleichen Zeitraum von 27 auf 61. Dies lag v. a. an der Erweiterung des Studienangebots. Das Hessische Landesamt f\u00fcr Bildungswesen verlieh der Akademie 1931 den Charakter einer Hochschule. Besonderen Erfolg hatte die 1926 gegr\u00fcndete Opernschule, die eng mit dem Landestheater zusammenarbeitete. Mit regelm\u00e4\u00dfigen Opernauff\u00fchrungen im Kleinen Haus und im Saalbau (Festhallen) konnten die Opernsch\u00fcler das Publikum von ihren Fortschritten \u00fcberzeugen. Daneben wurde 1925 die Reihe der Akademiekonzerte eingerichtet, in denen bekannte Solisten wie Richard Tauber, Claudio Arrau oder Wilhelm Kempf auftraten. Die Weltwirtschaftskrise lie\u00df ab 1929 die Sch\u00fclerzahlen jedoch rapide sinken. Das Programm musste gestrafft, Dozenten entlassen werden. Einschneidende Ver\u00e4nderungen brachte auch die nationalsozialistische Machtergreifung. Nach der Entlassung der Direktoren Schmitt und Hutter wurde zun\u00e4chst der Komponist Hans Simon zum kommissarischen Akademieleiter ernannt, ihm folgten Otto Krebs (1934\/35) und Bernd Zeh (1935 bis 1945). 1937 verlor die Akademie f\u00fcr Tonkunst bei gleichzeitiger Umbenennung in Hessische Landesmusikschule ihren Hochschulcharakter und war nur noch Konservatorium mit Fachschule. Au\u00dferdem sah sie sich der Konkurrenz einer am 01.06.1939 gegr\u00fcndeten st\u00e4dtischen Jugendmusikschule gegen\u00fcber, einer parteinahen, der Deutschen Arbeitsfront angegliederten Einrichtung, zu deren Aufgabe auch die musikalische Ausbildung der Mitglieder von HJ und BDM geh\u00f6rte. Der Betrieb beider Musikschulen ging w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs weiter, bis sie auf Verf\u00fcgung des Ministers f\u00fcr Erziehung und Volksbildung zum 01.09.1944 ihre Pforten schlie\u00dfen mussten. Geb\u00e4ude und Inventar beider Institute wurden in der Brandnacht 1944 ein Opfer der Stadtzerst\u00f6rung.",
						"images":
						[
							{
								"href": "https:\/\/www.darmstadt-tourismus.de\/fileadmin\/_processed_\/c\/1\/csm_AkademieFuerTonkunst02_cbb51866f6.png"
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						"authors":
						[
						],
						"lastChange": "1641300455"
					},
					{
						"text": "Der Wiederaufbau der Landesmusikschule, mit deren Leitung Friedrich Noack beauftragt wurde, gestaltete sich schwierig, weil es an R\u00e4umlichkeiten, Noten und Instrumenten fehlte. Als provisorisches Domizil konnten 1949 die Geb\u00e4ude der ehemaligen st\u00e4dtischen Frauenklinik in der Hermannstra\u00dfe bezogen werden. Opernschule (geleitet 1946-53 von Fritz Mechlenburg, 1953-92 von Harro Dicks), Orchesterschule und Chorleiterkurse (geleitet von Bruno St\u00fcrmer) und Seminar f\u00fcr Musikerzieher (Friedrich Noack) konnten neu begr\u00fcndet werden. 1951, beim 100-j\u00e4hrigen Bestehen, standen wieder \u00fcber 50 haupt- und nebenamtliche Lehrkr\u00e4fte den damals nur etwa 330 Studierenden zur Verf\u00fcgung. Unter der Direktion von Konrad Lechner (1953-58) und Walter Kolneder (1959-65) wurde 1953 die Jugendmusikschule wieder begr\u00fcndet, deren Sch\u00fclerzahl nach wenigen Jahren bereits die Grenze von 1.000 erreicht hatte. Man kehrte ebenfalls 1953 zum alten Namen \u201eAkademie f\u00fcr Tonkunst\u201c zur\u00fcck. Einen weiteren Schritt zur Steigerung der Ausbildungsqualit\u00e4t stellte 1955 die Einf\u00fchrung der Meisterklassen dar, f\u00fcr die namhafte Dozenten gewonnen werden konnten. Mit diesem Schritt wollte die Akademie die Voraussetzungen schaffen, wieder als Hochschule anerkannt zu werden. Au\u00dferdem wurde die Vorkriegstradition \u00f6ffentlicher Konzert- und Vortragsreihen wieder aufgenommen, die Opernschule trat wiederholt mit Inszenierungen an die \u00d6ffentlichkeit. Waren nach der W\u00e4hrungsreform noch etwa 300 Sch\u00fcler in Fachschule und Konservatorium aktiv, studierten 1965 an der Fachschule 116 und 802 am Konservatorium. Hinzu kamen 954 Jugendmusiksch\u00fcler, die von etwa 70 Lehrkr\u00e4ften unterrichtet wurden. Unter der Direktion von Werner Hoppstock (1971-91) konnte endlich das dr\u00e4ngende Raumproblem gel\u00f6st werden. Das provisorische Domizil in der Herrmannstra\u00dfe reichte bei Weitem nicht mehr aus. Fehlende R\u00e4umlichkeiten f\u00fchrten zu langen Wartelisten. Im Juni 1987 konnten die Akademieleitung, 150 Fachsch\u00fcler, 460 am Konservatorium und fast 1.200 an der Jugendmusikschule den Neubau an der Ludwigsh\u00f6hstra\u00dfe beziehen. Direktor Hartmut Gerhold (1991-2004) richtete 1992 erstmals eine Saxophonklasse und eine Jazzklasse ein. Der Landeswettbewerb \u201eJugend musiziert\u201c fand seit 1988 im Neubau ein festes Domizil. Ein weiterer gro\u00dfer Wunsch konnte zum 150-j\u00e4hrigen Bestehen des Instituts erf\u00fcllt werden: die Wiedererlangung des 1937 aberkannten Hochschulcharakters. Seit 2002 konnte man an der Akademie f\u00fcr Tonkunst Diplomstudieng\u00e4nge absolvieren und ein Hochschuldiplom erwerben. 2011 wurde die Diplompr\u00fcfung durch einen Bachelor-Studiengang ersetzt, der in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule, der P\u00e4dagogischen Akademie Elisabethenstift und dem Schulzentrum Marienh\u00f6he angeboten wird. Die Akademie f\u00fcr Tonkunst ist dadurch zur Berufsakademie aufgestiegen.Lit.: Engels, Peter: Von der Schule f\u00fcr Klavierspiel zur Akademie f\u00fcr Tonkunst \u2013 ein Beitrag zur Geschichte der Musik und des Musikunterrichts in Darmstadt. In: 150 Jahre Akademie f\u00fcr Tonkunst Darmstadt, hrsg. vom Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Akademie f\u00fcr Tonkunst, Darmstadt 2001, S. 12-44. ",
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			{
				"article": "Akaziengarten",
				"latitude": 49.861358,
				"longitude": 8.637081,
				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=387",
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						"text": "Der Garten zwischen Eschollbr\u00fccker Stra\u00dfe und&nbsp;Schepp Allee wurde 1817, noch weit au\u00dferhalb der Stadt gelegen, auf Veranlassung Gro\u00dfherzog&nbsp;Ludewigs I. auf einem Grundst\u00fcck, das seiner Schwiegertochter Erbprinzessin&nbsp;Wilhelmine geh\u00f6rte, angelegt. Von einem achteckigen zentralen Platz aus liefen strahlenf\u00f6rmig acht Wege durch den Garten. Aufgrund des schlechten Sandbodens wurde er mit Akazien bepflanzt und erhielt daher seinen Namen. Angelegt wurde der Akaziengarten als Notstandsarbeit von Bed\u00fcrftigen, die aufgrund der Missernten der Jahre 1816 und 1817 und der Not der Zeit nach den Napoleonischen Kriegen nicht genug zu essen hatten. Der Erdh\u00fcgel in der S\u00fcdostecke des Akaziengartens trug deshalb urspr\u00fcnglich den Namen \u201eHungerberg\u201c. Sp\u00e4ter hie\u00df die mit Flieder besetzte Anh\u00f6he Fliederberg. In der Mitte des Gartens stand ein Teeh\u00e4uschen, an der S\u00fcdostecke befand sich ein Bassin. Der Akaziengarten, in dem zeitweise Maulbeerb\u00e4ume zur F\u00f6rderung der Seidenraupenzucht kultiviert wurden, von denen einige heute noch stehen, war der \u00d6ffentlichkeit nicht zug\u00e4nglich. Kurz vor dem&nbsp;Ersten Weltkrieg kaufte die Milit\u00e4rverwaltung den Akaziengarten und errichtete dort unter weitgehender Beibehaltung der Gartenanlage ein Garnisonslazarett, das 1915 fertig gestellt war und bis zur Teilzerst\u00f6rung 1944 genutzt wurde. Aus dieser Zeit stammen vermutlich auch die unterirdischen Anlagen, die noch einer genaueren Untersuchung harren. In den wieder aufgebauten Lazarettgeb\u00e4uden wurden nach 1945 staatliche Beh\u00f6rden untergebracht, z. B. Katasteramt und Landesrechnungshof, zum Teil auch Wohnungen. Au\u00dferdem hatte in einem 1978 abgerissenen Geb\u00e4ude 1946 bis 1971 die&nbsp;Chemotechnische Fachschule ihren Sitz. Seit 1986 stehen Garten und Randbebauung als Ensemble unter Denkmalschutz. Der am Ostrand 2004 geplante Bau einiger mehrst\u00f6ckiger Wohnh\u00e4user ist durch eine B\u00fcrgerinitiative verhindert worden. In der S\u00fcdwestecke ist allerdings ein Studentenwohnheim entstanden.\r\nLit.: 200 Jahre Gro\u00dfherzoglicher Akaziengarten Darmstadt, Festschrift, hrsg. ProAkaziengarten e.V.",
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						"authors":
						[
							{
								"name": "Engels, Peter",
								"info": "Dr., Leiter Stadtarchiv Darmstadt"
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			{
				"article": "Albert-Schweitzer-Anlage",
				"latitude": 49.869555,
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				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=354",
				"content":
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						"text": "Die 1968 nach Albert Schweitzer benannte lang gestreckte Gr\u00fcnanlage verl\u00e4uft parallel zur Hindenburgstrasse. Heute steht sie sozusagen in zweiter Reihe hinter einer Reihe von Wohnh\u00e4usern. Sie entstand in der zweiten H\u00e4lfte des 19.&nbsp;Jahrhunderts als Abstandsgr\u00fcn zur Main-Neckar-Eisenbahnstrecke, trennte die Trasse vom Exerzierplatz. 1877 stiftete der verm\u00f6gende Privatier Valentin Justus Noack einen kleinen Pavillon aus d\u00fcnnen Eisenst\u00fctzen mit h\u00f6lzerner Dachkonstruktion f\u00fcr die Anlage. Der kleine Tempel war fr\u00fcher g\u00e4rtnerisch durchgestaltet und diente dem Unterstand von Spazierg\u00e4ngern. Nach Aufgabe der Bahnlinie 1912 entstanden die Wohnh\u00e4user, die heute zwischen der Anlage und der Hindenburgstra\u00dfe stehen. Der kleine Pavillon, auch \u201eLudwigstempel\u201c genannt, wurde 1995 mutwillig zerst\u00f6rt. Bereits 1956 wurde das Denkmal f\u00fcr Wilhelm Haas (1839-1913) in die Albert-Schweitzer-Anlage versetzt.",
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						],
						"authors":
						[
							{
								"name": "Villwock, Nadja",
								"info": "Architektin"
							}
						],
						"lastChange": "1535548928"
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			},
			{
				"article": "Albin-M\u00fcller-Becken",
				"latitude": 49.8763516,
				"longitude": 8.6665574,
				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=336",
				"content":
				[
					{
						"text": "Die K\u00fcnstlerkolonie hatte f\u00fcr die vierte und letzte Jugendstilausstellung im Jahr 1914 einen internen Wettbewerb f\u00fcr die Gestaltung des leicht ansteigenden Rasenplatzes vor dem Eingangsportal der Russischen Kapelle auf der Mathildenh\u00f6he veranstaltet. Albin M\u00fcller, Architekt und Mitglied der K\u00fcnstlerkolonie, gewann den Wettbewerb mit dem Entwurf eines lang gestreckten Wasserbassins, das mit Eingang und Kapelle auf einer Achse liegt. Die Einfassung des Beckens besteht aus Muschelkalk, das Becken selbst ist mit keramischen Fliesen ausgekleidet. In seiner urspr\u00fcnglichen Gestalt wurde das rechteckige Bassin von einer runden Einfassung des Gel\u00e4ndes gerahmt. Vordergrund der Gestaltung ist das farbenpr\u00e4chtig gekachelte Wasserbecken. In der mittleren Achse des Beckens bilden die Fliesen ein Bl\u00e4ttermuster, sodass bei bewegtem Wasser der Eindruck entstehen soll, das Blattwerk bewege sich. Kopf der Anlage ist eine auf gedrungenen S\u00e4ulen ruhende Kolonnade mit reliefartiger, gekachelter Brunnenwand. Die Br\u00fcstungsmauern aus Muschelkalk werden ebenfalls von Reliefs geschm\u00fcckt, auf ihnen ruhen die von Bernhard Hoetger geschaffenen Plastiken \u201eMaria und Joseph \u2013 Ruhe auf der Flucht\u201c.\r\n2002 erhielt das Albin-M\u00fcller-Becken wieder seine historische Ursprungsform der Einfassung mit Blumenk\u00fcbeln und Rasenfl\u00e4chen. Die erste Sanierung erfolgte 1961, danach 1993 und zuletzt 2012. Dabei wurde eine Entkalkungsanlage und eine ver\u00e4nderte Wasserumw\u00e4lztechnik eingebaut, um die Kalkablagerungen auf dem Bodenmosaik langfristig zu verhindern.\r\nLit.: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkm\u00e4ler in Hessen. Stadt Darmstadt. Hrsg. vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Hessen in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Darmstadt \u2013 Denkmalschutzbeh\u00f6rde \u2013 Braunschweig, Wiesbaden 1994, S. 334.",
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						"authors":
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							{
								"name": "Leonhardt, Anke",
								"info": "Stadtarchiv Darmstadt"
							},
							{
								"name": "Villwock, Nadja",
								"info": "Architektin"
							}
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			{
				"article": "Alexander-Haas-Bibliothek",
				"latitude": 49.8724923,
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				"articleUrl": "https:\/\/www.darmstadt-stadtlexikon.de\/index.php?id=392",
				"content":
				[
					{
						"text": "Die seit 1980 nach ihrem Stifter Alexander Haas benannte Bibliothek befindet sich im Literaturhaus und ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit. Mit rund 9.000 B\u00fcchern und Medien zu Judentum, Christentum und Islam, Antisemitismus, Minderheiten, Widerstand, Exil, Holocaust, Faschismus und Neonazismus ist sie eine in ihren Schwerpunkten einzigartige Bibliothek in der Bundesrepublik. Sie wird von ehrenamtlichen Kr\u00e4ften geleitet und enth\u00e4lt Nachschlagewerke, Romane, Biografien, Sachb\u00fccher, Bildb\u00e4nde, Jugend- und Kinderb\u00fccher, Tontr\u00e4ger und Videos und will durch Ausleihe dieser Medien einen Beitrag leisten in Bezug auf das Verstehen der Vergangenheit, das Nichtvergessen und Mitmenschlichkeit und Toleranz in Gegenwart und Zukunft.  ",
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						"authors":
						[
							{
								"name": "Deppert, Gabriella \u2020",
								"info": "Darmstadt"
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